Im April 2025 trafen sich im Burgenland die Mitglieder des Vereins Qualitätspute Österreich zu ihrer Generalversammlung. Vertreterinnen und Vertreter aus allen Bereichen der Wertschöpfungskette – von Zucht und Mast über Futtermittelhersteller und Tierärzte bis hin zur Verarbeitung – nutzten die Gelegenheit, um sich über aktuelle Entwicklungen auszutauschen und gemeinsame Zukunftsthemen festzulegen.
Der Verein Qualitätspute Österreich wurde 2019 gegründet und verfolgt das Ziel, Regionalität, Tierwohl und Transparenz in der heimischen Putenhaltung zu stärken. Im Fokus stehen dabei bewusst keine industriellen Großstrukturen, sondern zahlreiche kleinstrukturierte Familienbetriebe, die ihre Tiere mit hoher Verantwortung und großem persönlichem Einsatz halten.
„Unser Anliegen ist es, Konsumentinnen und Konsumenten klar und verständlich zu zeigen, wie die österreichische Putenfleischproduktion entlang der gesamten Wertschöpfungskette funktioniert – insbesondere im Vergleich zu anderen EU-Ländern. Nur so können Kaufentscheidungen bewusst getroffen werden“, erklärt Obmann Dietmar Hipp.
Der Pro-Kopf-Verbrauch von Putenfleisch liegt in Österreich bei rund 4,4 Kilogramm pro Jahr.
Klare Herkunft als Schlüssel zur Kaufentscheidung
Ein zentrales Thema der Versammlung war die Forderung nach einer lückenlosen Herkunftskennzeichnung. Diese soll nicht nur im Lebensmittelhandel gelten, sondern auch für verarbeitete Produkte sowie im Außer-Haus-Verzehr, etwa in der Gastronomie oder in Großküchen. Gleichzeitig möchte der Verein verstärkt über die hohen Qualitätsstandards der österreichischen Putenhaltung informieren.
„Der Wunsch nach regionalen Lebensmitteln mit höheren Tierwohlstandards ist ungebrochen. Umso wichtiger ist es, dass Konsumentinnen und Konsumenten sofort erkennen können, welche Kriterien eingehalten werden – etwa durch eine klare Haltungsformkennzeichnung“, betont Karl Feichtinger, Vorstandsmitglied der Qualitätspute Österreich und Geschäftsführer von Wech Geflügel.
Bewusste Entscheidung für Qualität statt Massenware
Auch Erwin Karner, Putenmäster aus dem Burgenland und Vorstandsmitglied des Vereins, unterstreicht die Bedeutung regionaler Produktion: „Unsere Familienbetriebe arbeiten mit großem Einsatz und erfüllen strenge gesetzliche Vorgaben. Wer bewusst einkauft, entscheidet sich für hochwertige Qualität und gegen anonyme Massenware.“
Der Verein Qualitätspute Österreich will seine Informations- und Bewusstseinsarbeit auch künftig fortsetzen. Ziel ist es, Konsumentinnen und Konsumenten verständlich aufzuzeigen, woran hochwertiges heimisches Putenfleisch zu erkennen ist – und warum die Herkunft dabei eine entscheidende Rolle spielt.

v.l.n.r.: Erwin Karner, Karl Feichtinger, Dietmar Hipp, Andreas Planegger, Jakob Oberzaucher und Franz Schwödiauer